Berechnung von Informationsästhetik

Unter dem Titel „Informationsästhetik unter den Aspekten der Informationstechnologie“ liegt nun endlich meine Arbeit vor, die einer offenen artifiziellen Architektur ein technisches zu Hause geben soll.

Durch die Frage, ob es möglich ist, Architektur in ihre Bestandteile zu zerlegen, als Bits und Bytes zu verarbeiten und wieder automatisch generieren zu lassen bin ich unter anderem auf die Arbeit von Manfred Kiemle mit dem Titel „Ästhetische Probleme der Architektur unter dem Aspekt der Informationsästhetik“ gestoßen, welche sich in den 1960er Jahren mit Architektur, Kybernetik, Semiotik und Soziologie beschäftigt.

„Die Informationsästhetik kann in soziokybernetischen Untersuchungen die Entstehung, Entwicklung und Veränderung ästhetischer Wertsetzungen und Urteile in der Architektur erforschen und der Architekturkritik mathematische Modelle dieses Rückgekoppelten Prozesses liefern.“ Das von ihm dabei erarbeite Verfahren soll in dieser Arbeit den heutigen technologischen Möglichkeiten, rund 50 Jahre später, prinzipiell gegenübergestellt werden.

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Im zweiten Kapitel dieser Arbeit werden wir uns viel mit Zeichentheorie und Semiotik beschäftigen, um die verständnisnotwendigen Grundlagen zu schaffen, während die  notwendigen mathematischen Aspekte soweit zusammengefasst werden sollen, um ein flüssiges Leseerlebnis zu ermöglichen.  Nachdem wir im dritten Kapitel die Grundlagen der IT etwas beleuchten und spätestens im vierten Kapitel die Zerlegung der Architektur unter dem Verfahren von Manfred Kiemle verstanden haben werden wir untersuchen, wie heutige bereits bekannte Verfahren genutzt werden können um ästhetische Architektur zu generieren. Abschließend soll ein Ausblick auf die mögliche weitere Entwicklung des Entwurfs von Architektur unter Einsatz von Informationstechnologien gegeben werden und Analogien zu anderen heute schon vorhandenen Methoden aufgezeigt werden.

Die Arbeit ist als PDF (ca. 5MB) unter folgenden Link abrufbar:

http://marcuslieder.de/ArtiArch.pdf

Über Kritik, Ideen und Verbesserungsvorschläge freue ich mich natürlich immer 😉